Zwischen Fiktion und Wirklichkeit: Wenn einem die Presse das Leben neu sortiert

Zwischen Fiktion und Wirklichkeit: Wenn einem die Presse das Leben neu sortiert

Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man die Zeitung aufruft und das eigene Gesicht sieht. Kürzlich haben sowohl die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) als auch die Neue Presse (NP) ausführlich über meine Arbeit, mein Leben als „Dessinateur parallel zum Agenturalltag“ und unsere große, internationale Ausstellung „UTOPIA – Aufbruch oder Untergang“ im Kunstverein Wunstorf berichtet.

Die Überschrift der Neuen Presse trifft es nicht schlecht: „Zwischen Superman und Familienalltag“.

Besonders amüsiert hat mich, dass die HAZ noch einmal ein altes Gerücht ausgegraben hat, das sich hartnäckig hält: Angeblich sei ich ja früher erfolgreicher Rennfahrer gewesen, bevor ich Comiczeichner wurde. Wer mein 1st Album kennt, weiß natürlich, woher das kommt. In diesem – scheinbar – autobiografischen Werk stehe ich als Weltmeister auf dem Podium, spiele Gitarre bei den Beatles und lande mit meinem Vater auf dem Mond.

Die Journalistin Maike Jacobs (vielen herzlichen Dank, liebe Maike!) hat das wunderbar aufgelöst: Nichts davon ist wirklich passiert. Zumindest fast nichts.

Was dagegen absolut real ist: Ich lebe mit meiner Familie in Hannover, führe seit 2002 die DRIVE Medienagentur im Zooviertel und zeichne, seitdem ich einen Stift halten kann. Das Zeichnen ist für mich wie Atmen – eine Ausdrucksform, in der ich komplett frei von kommerziellen Interessen bin.

Ein riesiges Dankeschön geht an die Redaktionen von NP und HAZ für die tollen Berichte und an den super Fotografen Florian Petrow für die großartigen Aufnahmen. Und an meine tollen Mitstreiter Andreas Wehrheim und Bernd Frenz, ohne die ich die Ausstellung nicht hätte machen können: was haben wir gerätselt und gerahmt! ! Und an Jobst Heizmann, den 2ten Vorsitzenden des Kunstvereins: Danke für die Rahmenbesorgerei! Und an all die tollen Künstler:innen, meine lieben Freundinnen und Freunde: es war ein Riesenglücksgefühl, eure Arbeiten zeigen zu dürfen! Ich freue mich riesig, dass wir so einen tollen Klang mit der Ausstellung bekommen haben.  Die Artikel zeigen vor allem eines: Das Medium Comic hat keine Grenzen. Es darf alles, es kann alles und es fasziniert die Menschen noch immer genau so wie mich in meiner Kindheit.

Wer die Artikel verpasst hat oder die Fotos von Florian Petrow sehen möchte: Ich habe die Ausschnitte und Eindrücke hier auf der Seite dokumentiert.

Die Ausstellung „UTOPIA“ ist zwar mittlerweile vorbei, aber die nächsten Comic-Projekte – und die nächsten realen Herausforderungen in der Agentur – stehen schon längst in den Startlöchern.

2.7.2026, Comic-Ausstellungsvorbereitung mit Stephan Probst, links: Andreas Wehrheim, alle Fotos: der großartige Foto-Superman Florian Petrow

Media

Media

Have fun to explore.